Reduzierung der EEG-Umlage auf null – haben Sie bereits Ihre Zählerstände notiert?

Mit dem Beginn der zweiten Jahreshälfte wird die EEG-Umlage, zunächst zeitlich beschränkt bis zum Jahresende, auf null reduziert. In der Folge müssen Sie für Ihre EEG-Meldungen im nächsten Jahr wissen, wie viel Strom Ihr Unternehmen von Anfang Januar bis Ende Juni an Dritte weitergeleitet hat. Unser Tipp: Lesen Sie jetzt schnellstmöglich Ihre Zählerstände ab.

BesAR-Unternehmen und Eigenerzeuger, die ihre Drittmengenabgrenzung mittels nicht fernauslesbarer Summenzähler durchführen, sollten schnellstmöglich die Zählerstände ablesen und dokumentieren, damit die umlagepflichtige Strommenge feststeht. Denn diese Strommenge ist für die Abgabe der Meldung gemäß § 74 EEG für das Jahr 2022 maßgeblich.

Alle anderen Unternehmen sollten ihre Zählerstände festhalten, soweit am Netzübergabepunkt kein RLM-Zähler verbaut ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Stromhändler nicht zu viel EEG-Umlage für den im ersten Halbjahr 2022 gekauften Strom verlangt. Das dürfte in der Industrie aber nur ausnahmsweise wichtig sein.

Und noch ein weiterer Tipp: Trotz Absenkung der EEG-Umlage sollte das erarbeitete Messkonzept nicht vorschnell abgebaut werden. Denn eine Abgrenzung von Strommengen bleibt für zukünftige Privilegierungen, insbesondere unter dem geplanten Energie-Umlagen-Gesetzes (EnUG) maßgeblich. Sie wollen mehr erfahren? Die wichtigsten Infos hierzu finden Sie in unserem RGC-Fokus „Das EnUG und die Zukunft der Energieumlagen – Was müssen Unternehmen für künftige Privilegierungen tun?“ hier.

Autorinnen: Annerieke Walter
                       Pia Weber