Statistisches Bundesamt veröffentlicht Grenzpreis für Strom

Deutlicher Anstieg des Grenzpreises im Vergleich zu 2017

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat den vorläufigen Grenzpreis für Strom für das Jahr 2018 veröffentlicht. Nach vorläufigen Angaben der Behörde nahm der durchschnittliche Erlös aus Stromlieferungen an Sondervertragskunden (zum Beispiel energieintensive Industriebetriebe) im Jahr 2018 um 11,4 % auf 13,92 Cent je Kilowattstunde zu. Dieser deutliche Anstieg beruht vor allem auf einer Novellierung des Energiestatistikgesetzes, welche zu einer geänderten Methode bei der Datenerhebung geführt hatte. Nach der neuen Methodik wurden bei der Erhebung für das Berichtsjahr 2018 auch die von Sondervertragskunden zu zahlenden Netznutzungsentgelte einbezogen.

Der Grenzpreis ist vor allem deshalb interessant, weil gemäß § 2 Abs. 4 der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) für Stromlieferungen an Sondervertragskunden keine Konzessionsabgaben vereinbart oder gezahlt werden dürfen, deren Durchschnittspreis im Kalenderjahr je Kilowattstunde unter dem Durchschnittserlös je Kilowattstunde aus der Lieferung von Strom an alle Sondervertragskunden (= Grenzpreis) liegt.

Liegt der Durchschnittsstrompreis einschließlich Netzentgelten unter dem Grenzpreis, darf der Netzbetreiber von einem Sondervertragskunden grundsätzlich keine Konzessionsabgabe fordern. Für den Fall, dass Ihr Unternehmen trotz Unterschreitung des Grenzpreises Konzessionsabgabe an den Lieferanten bzw. Netzbetreiber gezahlt hat, besteht die Möglichkeit, diese Zahlungen zurück zu fordern.