Energierecht bezeichnet ein Rechtsgebiet, das unter anderem das Regulierungsrecht, das Energiewirtschaftsrecht sowie das Energieumweltrecht bzw. das Recht der erneuerbaren Energien umfasst. Alle Bereiche des Energierechts unterliegen einem ständigen Wandel, angetrieben durch Entwicklungen im EU-Energierecht, technische Innovationen und nicht zuletzt die mittlerweile alle Bereiche des Energierechts beeinflussende Digitalisierung. Damit besitzt das Energierecht mittlerweile auch vielfache Bezüge zum IT-Recht und zum Datenschutzrecht.

VEA-Preisindex vom 26.10.2020

Uneinheitliches Bild aus dem Großhandel: Strompreise fallen, Gas wird teurer

Der VEA-Preisindex ist ein 14-tägiger Service des VEA Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (e. V.)

Preistrend
Die Preissignale aus dem Großhandel sind unterschiedlich. Während die Strompreise in den vergangenen
14 Tagen deutlich gesunken sind, ist beim Gas – insbesondere beim Bezug im Kalenderjahr 2021 – eine gegenläufige Preisentwicklung zu erkennen. Auf dem Strommarkt haben die Sorgen vor der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung unter Berücksichtigung der stark gestiegenen Corona-Fallzahlen in ganz Europa deutliche Spuren hinterlassen. Der Optimismus aus dem Sommer auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung ist verflogen und die Sorgen vor einem weiteren Lockdown haben dramatisch zugenommen. „Das Thema wird uns erhalten bleiben“, so ein Marktteilnehmer. Deutlich fester zeigt sich der Gasmarkt: Dieser scheint von den Corona-Fallzahlen unbeeindruckt. Fragt man die Händler, so verweisen diese auf die Preisentwicklung in Asien. Dort erholt sich die Wirtschaft wieder. So wird Gas im ersten Quartal 2021 in Korea bei 18,50 €/MWh gehandelt, während in Deutschland „nur“ 15,60 €/MWh zu zahlen sind. Dieser Preisspread führt zwangsläufig dazu, dass die LNG-Produzenten ihr Gas lieber in Asien vermarkten.

Ausschreibungen bringen massive Einsparungen
Viele Unternehmen brauchen noch neue Strom- und Gaslieferverträge für das kommende Kalenderjahr. Nach wie vor erlaubt das aktuelle Preisniveau vielen Unternehmen, bei einem Neuabschluss für die Jahre 2021 und/oder 2022 deutlich Einsparungen zu erzielen. Dies gilt sowohl für den Strom- als insbesondere auch für den Gasmarkt. Daher empfehlen wir allen unseren Kunden folgendes Vorgehen:

  • Alle Kunden mögen sich über das aktuelle Marktpreisniveau informieren. Dazu können VEA-Mitglieder die tagesaktuelle Preisindikation im Extranet nutzen. Diese ist nur ein Anhaltswert: Es gibt immer wieder Angebote, die auch unterhalb der Preisindikation liegen.
  • Setzten Sie sich direkt mit Ihrem VEA-Berater in Verbindung und lassen diesen die aktuellen Bezugskonditionen für Sie kostenfrei prüfen.
  • Wir bieten allen Kunden an, im Rahmen einer Ausschreibung günstige Wettbewerbsangebote einzuholen. Die Einsparungen bei Neuabschlüssen sind signifikant.
  • Nehmen Sie ohne Rücksprache mit Ihrem eV-Berater kein neues Lieferangebot an. Im Rahmen der VEA-Mitgliedschaft prüfen wir nicht nur den wirtschaftlichen Inhalt, sondern schauen uns auch die vertraglichen Regelungen z. B. zu den Mengenflexibilitäten oder den Mitwirkungspflichten des Kunden an.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch gern auf die Erfahrungen der Franziska Schervier Altenhilfe gGmbH: Seit mehreren Jahren führt der VEA bundesweite Ausschreibungen durch und konnte dabei massive Einsparungen erzielen. In Energiefragen fühlt sich der Alleingeschäftsführer Dr. Klaus Herzberg professionell und gut betreut und schätzt vor allem die langjährige, direkte und unkomplizierte Zusammenarbeit mit seinem VEA-Berater. Er ist froh, den VEA an seiner Seite zu wissen, denn „seit dieser Zeit haben wir die Energiekosten nach unserer Einschätzung durch die regelmäßigen Ausschreibungen im Griff.“ Das Best Practice finden Sie am Ende des Newsletters.

Strompreisentwicklung
Aktuell wird das Baseprodukt 2021 bei ca. 39,90 €/MWh und das Peakprodukt 2020 bei 48,20 €/MWh gehandelt. Dies bedeutet für beide Produkte einen deutlichen Preisrückgang in den letzten zwei Wochen. Das Base 2021 ist um 1,70 €/MWh und das Peak 2021 ist um 1,90 €/MWh gefallen. Base 2022 kostet derzeit 43,00 €/MWh und Base 2023 liegt bei 44,60 €/MWh. Damit haben sich in den vergangenen 14 Tagen sowohl das Base 2022 als auch das Base 2023 um 1,90 €/MWh verbilligt.

Gaspreisentwicklung
Der Gaspreis 2021 liegt im Großhandel aktuell bei rund 14,90 €/MWh. Damit ist der Gaspreis gegenüber dem Stand von vor zwei Wochen um rund 0,80 €/MWh gestiegen. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres wurde das Base 2021 bei rund 18,30 €/MWh gehandelt, also 3,40 €/MWh teurer als heute. Derzeit kostet Gas für die Belieferung in 2022 rund 14,80 €/MWh (Preisrückgang um rund 0,10 €/MWh in den letzten 14 Tagen) und in 2023 rund 15,10 €/MWh (0,30 €/MWh günstiger im Vergleich zum Preisstand von vor 14 Tagen).


VEA Newsletter vom 28.09.2020
Die
Preisentwicklungen für Öl, Kohle und CO2-Zertifikate finden Sie mit
weiteren Informationen des VEA aus der Energiewelt im aktuellen
VEA-Newsletter, der hier zum Download bereitsteht.

Kontakt und Inhaltliche Verantwortung
Fragen
zum VEA-Preisindex beantwortet Ihnen gern Herr GF Christian Otto
(E-Mail: cotto@vea.de). Für die Inhalte des vorstehenden VEA-Preisindex
ist ausschließlich der VEA verantwortlich.

Agora Energiewende stellt Studie zur Klimaneutralität vor

Danach muss Zubau von Windkraft und Photovoltaik in den nächsten zehn Jahren verdreifacht werden

Agora kommt zu dem Ergebnis, dass Klimaneutralität bis 2050 und minus 65 Prozent Treibhausgase bis 2030 machbar seien, wenn sich Klimapolitik deutlicher ausrichten würde. Zunächst müsse der Zubau von Windkraft und Photovoltaik in den nächsten zehn Jahren verdreifacht werden. Notwendig sei eine Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie, die die energetische Sanierung fast aller Gebäude beinhaltet und den Impuls für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur gibt. Nach 2030 müsse dann vollständig auf klimaneutrale Technologien umgestiegen werden, so dass die Emissionen um 95 Prozent sinken. In einem dritten Schritt müssten nicht vermeidbare Restemissionen durch CO2-Abscheidung und -Ablagerung ausgeglichen werden.

In einer Zusammenfassung weist Agora dabei auf die folgenden Kernelemente hin:

  • Notwendig sei eine Energiewirtschaft auf Basis Erneuerbarer Energien, die weitgehende Elektrifizierung aller Sektoren, die Modernisierung des Gebäudebestands und der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft für die Industrie.
  • Das deutsche Klimaziel für 2030 von minus 65 % Treibhausgase müsse mit einer deutlichen Beschleunigung der Energie-, Verkehrs- und Wärmewende einhergehen. Dazu gehörten bis 2030 der vollständige Kohleausstieg, ein Erneuerbaren-Anteil am Strom von etwa 70 Prozent, 14 Millionen Elektroautos, 6 Millionen Wärmepumpen, eine Erhöhung der Sanierungsrate um mindestens 50 Prozent sowie die Nutzung von gut 60 TWh sauberen Wasserstoffs.
  • Die Weichen für die oben genannten Ziele und Maßnahmen würden in der nächsten Legislaturperiode gestellt. Das Regierungsprogramm nach der Bundestagswahl 2021 sei deshalb von zentraler Bedeutung.

Eine Zusammenfassung und weitere Infos finden Sie hier.

Nationaler Wasserstoffrat nimmt Stellung zum EEG-Referentenentwurf

Der nationale Wasserstoffrat fordert eine verstärkte Förderung der Wasserstoffherstellung mittels Strom aus erneuerbaren Energien im Rahmen der Novelle des EEG.

Der Nationale Wasserstoffrat wurde auf Grundlage der im Juni 2020 vorgestellten Nationalen Wasserstoffstrategie berufen und hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Im nationalen Wasserstoffrat befassen sich insgesamt 26 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit Fragen des Einsatzes von Wasserstoff. Die Besetzung erfolgte durch das Bundeskabinett, zuvor konnten Institutionen Experten vorschlagen. Von den 26 Mitgliedern kommen 16 aus der Wirtschaft (z.B. Energieversorger, Industrie), vier Vertreter aus der Forschung und drei von Umweltverbänden.

Der nationale Wasserstoffrat (NWR) hat zum Referentenentwurf für das EEG 2021 Stellung genommen:

Darin stellt der NWR zunächst fest, dass die EEG-Novelle eine Chance biete, um für den schnell gebotenen Markthochlauf von Wasserstoff und seinen Anwendungen in Deutschland den geeigneten Rahmen zu setzen. Dem folgen einige konkrete Empfehlungen zur Förderung von Wasserstoff:

Es sei sinnvoll und notwendig, mittels Erhöhung der in § 1 EEG gesetzlich fixierten Ausbauziele und -pfade für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien den für Wasserelektrolyseanlagen notwendigen, zusätzlichen Strombedarf sicherzustellen.

Zudem solle der in Elektrolyseanlagen (inklusive der notwendigen Nebenanlagen) eingesetzten Strom für den Markthochlauf vollständig von der EEG-Umlage befreit werden. Eine Beschränkung auf die Wasserstofferzeugung aus Grünstrom will der NWR hier nicht, ausdrücklich soll die Stromherkunft für eine Privilegierung unbeachtlich sein. Eine solche Befreiung soll nach Auffassung des NWR aber nicht zur Mehrbelastung anderer Stromverbraucher und damit auch anderer strombasierter Energiewendetechnologien führen.

Es werden Regelungen gefordert, die Investitionssicherheit von 20 Jahren für Wasserstoffprojekte sicherstellen. Zudem soll die Wasserstoffherstellung als begünstigte Branche im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung (BesAR) genannt werden.

Schließlich äußert der NWR die Forderung, dass in der Zukunft ein flexibler Betrieb von Wasserelektrolyseuren angereizt werden soll.

BGH: Zusammenfassung von Windenergieanlagen in Windparks

Urteil vom 14.7.2020, Az. XIII ZR 12/19

In dem vorstehenden Rechtsstreit zwischen dem Betreiber einer Windenergieanlage und einem Netzbetreiber hat der Bundesgerichtshof (BGH) u.a. entschieden, dass Windenergieanlagen in einem Windpark sich in der Regel in unmittelbarer räumlicher Nähe im Sinne des EEG zueinander befinden.

Relevanz:
Das Urteil ist für Betreiber von Windenergieanlagen und Netzbetreiber von Interesse, wenn sich in Windparks mehrere Windenergieanlagen befinden, die zusammengefasst eine installierte Leistung von mehr als 3 MW haben.

Hintergrund:
In einem Windpark befinden sich insgesamt zehn Windenergieanlagen. Der Windpark wurde von demselben Projektierer erstellt, von gesellschaftsrechtlich miteinander verbundenen Unternehmen betrieben und der erzeugte Strom wird gemeinsam über das Einspeiseumspannwerk eines anderen Windparks in das Stromnetz des Netzbetreibers eingespeist. Zu dem Windpark gehören u.a. die seit 2016 betriebene Windenergieanlage des o.g. Betreibers (WEA 10) und eine von einem anderen Betreiber betriebene Windenergieanlage, die Ende 2015 in Betrieb genommen wurde (WEA 9). Die beiden Windenergieanlagen verfügen je über eine Nennleistung von 2,2 Megawatt und befinden sich in einer Entfernung von 614 m auf zwei verschiedenen Grundstücken.

Der Netzbetreiber rechnete die von der WEA 10 in das Stromnetz eingespeisten Strommengen monatlich unter Zugrundelegung der jeweils aktuellen Marktprämie ab. Da der am Spotmarkt für elektrischen Strom gezahlte Börsenpreis mehrfach für über sechs Stunden negativ war, reduzierte der Netzbetreiber für die in diesen Zeiträumen eingespeisten Strommengen die Marktprämie auf null. Nach Auffassung des Netzbetreibers waren die WEA 9 und WEA 10 zusammenzufassen, so dass die Anlagen eine installierte Leistung von mehr als 3 MW hatten.

Gegen diese Zusammenfassung und den damit verbundenen Wegfall der EEG-Vergütung wehrte sich der Betreiber der WEA 10, da nach seiner Auffassung die Voraussetzungen einer Anlagenzusammenfassung der beiden Windenergieanlagen nicht vorgelegen hätten.

Nachdem der Betreiber der WEA 10 in den Vorinstanzen noch obsiegt hat, wurde diese Entscheidung vom BGH aufgehoben und der Netzbetreiber hat Recht bekommen. Nach Auffassung des BGH sind die WEA 9 und die WEA 10 in entsprechender Anwendung von § 32 Abs.1 S. 1 EEG 2014 und § 24 Abs.1 S. 1 EEG 2017 als eine Anlage anzusehen, so dass ihre installierte Leistung daher 4,4 Megawatt beträgt. Der BGH setzt sich in seiner Entscheidung umfassend mit dem Begriff der „unmittelbaren räumlichen Nähe“ auseinander und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Anlagen WEA 9 und WEA 10 in eben dieser unmittelbaren räumlichen Nähe zueinander befinden, da sie auf einem zusammenhängenden Areal errichtet worden sind, auf dem sich eine Mehrzahl von Windenergieanlagen befindet, die eine gemeinsame technische Infrastruktur, insbesondere ein gemeinsames Umspannwerk und einen gemeinsamen Verknüpfungspunkt mit dem Netz des Stromnetzbetreibers, nutzen. Nach Auffassung des BGH ist für eine unmittelbare räumliche Nähe nicht erforderlich, dass sich die Anlagen in direkter Nachbarschaft befinden und sich zwischen ihnen keine anderen zu dem Windpark gehörenden Generatoren oder Infrastruktureinrichtungen befinden.

Wir haben es geschafft: Alle vier Fachvideos unserer Update-Veranstaltung zum finalen BNetzA-Leitfaden (Messen und Schätzen) und ein kostenfreies Bespielvideo sind verfügbar!

Das war ein großes Stück Arbeit! Aber es war uns wichtig, dass Sie kurzfristig eine Anleitung zur Umsetzung des Leitfadens erhalten!

Wir haben seit Veröffentlichung des finalen BNetzA-Leitfadens zum Messen und Schätzen für Sie mit Hochdruck an den Fachvideos zu unserem „Update zu Messen und Schätzen: Neues aus dem finalen BNetzA-Leitfaden“ gearbeitet. Heute können wir Ihnen die erfreuliche Mittteilung machen, dass wir mit allen Fachvideos fertig sind. Freigeschaltet sind die Fachvideos „Was ist eine Bagatelle?“, „Das OB und WIE von Messen und Schätzen“ und „Besonderheiten von E-Mobilen, USV, Notstrom und Verbrauchsanlagen mit Akku“ und „Besonderheiten zur Eigenerzeugung“ (zusätzlich ins Programm aufgenommen).

In den Videos informieren wir Sie über alle wichtigen Neuigkeiten aus dem finalen BNetzA-Leitfaden und geben Ihnen eine Anleitung, wie Sie diese in der Praxis umsetzen können. Verbleibende Fragen beantworten wir in persönlichen Online-Fragestunden. Einen Einblick können Sie sich von unserer Update-Veranstaltung in dem kostenfreien „Ankündigungs- und Einführungsvideo“ und dem gekürzten Beispielvideo „Wann ist ein Dritter eine Bagatelle?“ von unserer Kollegin Annerieke Walter in der RGC Manager App (Rubrik: „Video & Podcast“) oder in unserem RGC-Manager-Portal hier verschaffen.

Wir empfehlen Ihnen dringend, unser Update-Angebot zu nutzen, denn entscheidende Infos und Handlungsempfehlungen, die wir in unseren Workshops aus dem letzten und vorletzten Jahr und in durchgeführten Drittbelieferungschecks ausgesprochen haben, bedürfen aufgrund des finalen BNetzA-Leitfaden einer Aktualisierung. Dabei gibt es viele Neuigkeiten, die Ihnen erhebliche Vereinfachungen bei der Errichtung Ihres Messkonzepts bringen werden.

Weitere Infos und die Anmeldung zu unserer Update-Veranstaltung  finden Sie (wiederum) in der RGC Manager App oder hier. Unsere Update-Veranstaltung (4 Fachvideos und persönliche Online-Fragestunde) kostet 490,00 € netto/Person.

Und wer noch das überwältigende Feedback zu unseren Video-Tutorials nachlesen möchte, kann dies hier.

Übertragungsnetzbetreiber geben EEG-Umlage für 2021 bekannt

EEG-Umlage 2021 wird 6,5 Cent pro Kilowattstunde betragen

Gestern verkündeten die vier Übertragungsnetzbetreiber die EEG-Umlage für 2021. Nähere Infos finden Sie hier. Die Höhe von 6,5 C/kWh war in diesem Jahr keine Überraschung. Denn dieser Wert war seitens der Bundesregierung zugesagt worden. Außerdem wurde bereits die gesetzliche Grundlage geschaffen, um die Umlage durch Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt für 2021 auf diesen Wert zu bringen (RGC berichtete). Der Zuschuss aus dem Bundeshaushalt wird fast 11 Milliarden betragen.

Hintergrund ist u. a., dass die Unternehmen pandemiebedingt große Produktionsausfälle haben und damit auch die Stromverbräuche und Preise deutlich gesunken sind. Außerdem ist das Jahr 2020 bislang ein ertragreiches Jahr für die erneuerbaren Energien, so dass entsprechend hohe Fördersatze anfallen.
Für das Jahr 2022 ist eine EEG-Umlage von 6 C/kWh angekündigt. Ab diesem Jahr sollen dann auch die Einnahmen aus dem nationalen CO2-Handel zur Senkung der EEG-Umlage verwendet werden (RGC berichtete). Der Bund rechnet dabei mit Mehreinnahmen von 7,4 Milliarden € in 2021. 

Trotz dieser immensen Summen wird bezweifelt, dass die Ziele der Erneuerbaren-Anteile am Strom-Mix erreicht werden. Um für 2030 das Ziel eines Erneuerbaren-Anteils am Strom-Mix von 65 Prozent zu erreichen, wurde deshalb in der aktuell laufenden EEG-Novelle das Ziel von 65 GW für die Land-Windkraft für 2026 gesetzt. Auch bei anderen Erneuerbaren Energien werden die Zielmarken wahrscheinlich nicht erreicht, weshalb weitere Eingriffe diskutiert werden.

Hinsichtlich dieser Zahlen wird moniert, dass Aufwand und Zielerreichung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in keinem Verhältnis mehr stünden. Auch die Regelungsdichte und der bürokratische Aufwand, der für Unternehmen, Behörden und Netzbetreiber mit der Umsetzung des EEG mittlerweile einhergeht, werden von vielen als überbordend und nicht mehr steuerbar empfunden. Deshalb werden Stimmen lauter, die eine grundlegende Reform des Erneuerbaren Systems fordern. In dieser Legislatur wird eine solche Reform voraussichtlich nicht mehr kommen. Umso gespannter darf man sein, ob in der nächsten Legislaturperiode vollkommen neue Rahmenbedingungen geschaffen werden, die das Abgaben- und Umlagesystems und auch die Netzentgelte einmal mehr umkrempeln

Kostenfreies Ankündigungs- und Einführungsvideo zu unserem „Update zu Messen und Schätzen: Neues aus dem finalen BNetzA-Leitfaden“ ist online

Wir sind kräftig am Drehen für unsere Update-Veranstaltung

Wie Sie schon hier erfahren haben, arbeiten wir mit Hochdruck an unserem „Update zu Messen und Schätzen: Neues aus dem finalen BNetzA-Leitfaden“. Heute ist ein weiteres Video fertig geworden, und zwar das Ankündigungs- und Einführungsvideo. Dieses können Sie kostenfrei in unserer App unter „Video &Podcast“ in unserem RGC Manager Portal oder auch bei YouTube ansehen.

Mit unserem „Update zu Messen und Schätzen: Neues aus dem finalen BNetzA-Leitfaden“ stellen wir Ihnen in vier Fachvideos die Neuigkeiten aus dem Leitfaden vor und zeigen Ihnen mit den RGC-typischen Praxistipps und Praxisbeispielen, wie sie diese umsetzen sollten. Begleitend (im Preis der Update-Veranstaltung inkludiert) bieten wir persönliche Online-Fragestunden an. Wir geben Ihnen damit alles an die Hand, um im Einklang mit dem finalen Leitfaden Bagatellen zu bestimmen, bei Messen und Schätzen die richtige Wahl zu treffen, mit „geschlossenen Verbrauchsgeräten“ korrekt umzugehen und den Besonderheiten der Eigenerzeugung (insb. 1/4 h-Nachweis) nachzukommen.  

Zwei Update-Videos zum finalen BNetzA-Leitfaden sind online.

Für die Teilnehmer unserer Update-Veranstaltung haben wir gerade die Videos „Was sind Bagatellen?“ und „Das OB und WIE von Messen und Schätzen“ freigeschaltet; die persönlichen Online-Fragestunden starten schon in der nächsten Woche

Wie Sie gestern bereits hier erfahren konnten, möchten wir unsere Mandanten schnellstmöglich über die wichtigen und sehr erfreulichen Neuigkeiten aus dem finalen Leitfaden der BNetzA informieren. Wir bieten hierzu die Online-Veranstaltung „Update zu Messen und Schätzen: Neues aus dem finalen BNetzA-Leitfaden“ an. Die Teilnehmer unserer Update-Veranstaltung können sich freuen: Wir haben gerade die ersten beiden Videos zum Herzstück des Leitfadens „Was ist eine Bagatelle?“ von Annerieke Walter und „Das OB und WIE von Messen und Schätzen“ von Lena Ziska hochgeladen.

Wenn alles wie geplant klappt, wird Franziska Lietz bereits morgen gegen Nachmittag das dritte Video „Besonderheiten von E-Mobilen, USV, Notstrom und Verbrauchsanlagen mit Akku“
bereitstellen. Ein praxisrelevantes Thema, welches die BNetzA im Leitfaden jetzt sehr intensiv behandelt und damit seine Bedeutung betont.

Außerdem starten wir mit den persönlichen Online-Fragestunden bereits in den nächsten Wochen. Die Teilnehmer unserer Update-Veranstaltung können sich per E-Mail bei Maria Drefs unter: drefs@ritter-gent.de anmelden. Die Fragestunden werden 1,5 bis 2 Stunden dauern.

Weitere Infos und die Anmeldung zu unserer Update-Veranstaltung finden Sie hier.

Erstes Feedback zum finalen Leitfaden Messen und Schätzen der BNetzA

Die BNetzA hat Wort gehalten: Viele Klarstellungen, weitere Erleichterungen für die Drittmengenabgrenzung

Am Donnerstag haben wir als Breaking News bereits über die Veröffentlichung des finalen Leitfadens der BNetzA zu Messen und Schätzen berichtet. Mit großer Spannung haben wir danach sogleich begonnen, die Inhalte durchzuarbeiten. Und wir können danach nur eines sagen: Wir sind begeistert! Die BNetzA hat Wort gehalten: Zwar nicht alle, aber viele Unklarheiten aus der Konsultationsfassung sind beseitigt und es gibt gerade für die entscheidende Bagatellregelung des § 62a EEG zahlreiche weitere Erleichterungen!

Ein paar Highlights:

  • Sehr zu begrüßen sind die neu aufgenommen Aussagen zu E-Mobilen, Rekuperationsanlagen, USV, Notstrom etc.. Wir wissen jetzt, was wir mit diesen Sorgenkindern zu tun haben, auch wenn wir uns einige Details anders gewünscht hätten.
  • Es gibt zahleiche neue Maßgaben zur Abgrenzung von Bagatellen. Die bisherigen Probleme mit Handwerkern, Reinigungsfirmen, Bürogeräten etc. lassen sich jetzt praxistauglich lösen.
  • Weitere Erleichterungen gibt es zum „Wie“ der Messung. Dabei bedauern wir lediglich,  dass die BNetzA weiterhin grds. die Schätzung von ¼ h-Werten (außerhalb von der Worst-Case- und sehr eingeschränkten SLP-Schätzung) ablehnt.

Es würde den Rahmen unserer Aktuelles-Meldungen sprengen, die Vielzahl der Neuerungen aus dem Leitfaden hier im Detail darzustellen. Aber selbstverständlich möchten wir Sie über alles Wesentliche informieren und Ihnen die RGC-typischen Praxistipps an die Hand geben. Hierzu bieten wir Ihnen unser „Update zu Messen und Schätzen: Neues aus dem finalen BNetzA-Leitfaden“ an. Es besteht aus drei Fachvideos und persönlichen Online-Fragestunden. Weitere Infos und die Anmeldung finden Sie hier. An den Videos arbeiten wir schon mit Hochdruck und werden die ersten beiden „Was ist eine Bagatelle?“ und „Das Ob und Wie von Messen und Schätzen“ schon am Mittwoch einstellen.  

Unsere Update-Veranstaltung richtet sich ausschließlich
an stromverbrauchende Unternehmen, die für ihre Standorte ein
Drittmengenabgrenzung vornehmen müssen. Energieberatern und anderen Dienstleistern
können wir daher die Teilnahme nicht ermöglichen.

RGC-Online: „Update zu Messen und Schätzen: Neues aus dem finalen BNetzA-Leitfaden“

Neue Veranstaltung: In vier Fachvideos + persönlicher Fragestunde stellen wir Ihnen kurz und knapp die Neuigkeiten aus dem Leitfaden vor und zeigen Ihnen, wie diese in der Praxis umzusetzen sind. Start bereits diesen Mittwoch!

Wie wir heute hier schon berichtet haben, sind wir von der finalen Fassung des Leitfadens der BNetzA zu Messen und Schätzen begeistert. Er bringt im Vergleich zu seiner Konsultationsfassung deutlich mehr Klarheit, widmet sich ergänzend zu wichtigen Themen, die bisher bei der Drittmengenabgrenzung erhebliche Schwierigkeiten bereitet haben (E-Mobile, Rekuperationsanlagen, USV, Notstrom etc.), und bringt weitere Erleichterungen für die Bestimmung und Abgrenzung von Bagatellen (Handwerker, Reinigungsfirmen, Bürogeräte etc.).

Mit unserer neuen Online-Veranstaltung „Update zu Messen und Schätzen: Neues aus dem finalen BNetzA-Leitfaden“  stellen wir Ihnen in vier Fachvideos
die Neuigkeiten aus dem Leitfaden vor und zeigen Ihnen mit den
RGC-typischen Praxistipps und Praxisbeispielen, wie sie diese
umsetzen sollten. Begleitend (im Preis der Update-Veranstalung
inkludiert) bieten wir persönliche
Online-Fragestunden
an. Wir geben Ihnen damit alles an die Hand, um im Einklang mit dem finalen Leitfaden Bagatellen zu bestimmen, bei Messen und Schätzen die richtige Wahl zu treffen, mit „geschlossenen Verbrauchsgeräten“ korrekt umzugehen und den Besonderheiten der Eigenerzeugung (insb. 1/4 h-Nachweis) nachzukommen.

Die Online-Fragestunden begrenzen
wir auf 15 Unternehmen, damit wir ausreichend Zeit haben, alle offenen Fragen zu
den Neuigkeiten aus dem Leitfaden zu beantworten.

Unsere Update-Veranstaltung ist das Richtige für die Unternehmen,
die sich bereits mit den Grundlagen der Drittmengenabgrenzung und der
Konsultationsfassung des Leitfadens beschäftigt haben. Sollten Sie sich
erstmalig mit dem Thema auseinandersetzen, ist für Sie unser RGC Video-Tutorial: Dritte richtig bestimmen, abgrenzen, messen und melden die bessere Wahl. Dort stellen wir Ihnen eine vollständige Anleitung zur
Drittmengenabgrenzung bereit. Wenn Sie es gleichwohl zuerst mit unserer
Update-Veranstaltung ausprobieren möchten, ist dies kein Problem. Sie können jederzeit
gegen Anrechnung des Veranstaltungspreises auf unser RGC Video-Tutorial
upgraden.

Unsere Update-Veranstaltung richtet sich ausschließlich
an stromverbrauchende Unternehmen, die für ihre Standorte ein
Drittmengenabgrenzung vornehmen müssen. Energieberatern und anderen Dienstleistern
können wir daher die Teilnahme nicht ermöglichen.