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Veröffentlichung der neuen ISO 50001 für Energiemanagementsysteme

Die neue ISO 50001 ist relevant für Unternehmen, die bereits ein Energiemanagementsystem umgesetzt haben oder ein solches aufbauen wollen.

Die ISO 50001 ist eine weltweit gültige Norm der „International Organization for Standardization“ (ISO), die Unternehmen beim Aufbau eines systematischen Energiemanagements unterstützen soll. Die Einführung eines Energiemanagementsystems ist grundsätzlich freiwillig. Für verschiedene energierechtliche Entlastungstatbestände ist eine Zertifizierung nach der ISO 50001 (oder nach einem anderen registrierten Umweltmanagementsystem) allerdings Voraussetzung.

Veröffentlicht wurde bislang nur die englische Neufassung, die unter anderem beim Beuth Verlag erhältlich ist. Die deutsche Übersetzung soll gegen Ende des Jahres 2018 erscheinen. Die Veröffentlichung in englischer Sprache ist gleichwohl relevant, da ab Veröffentlichung die Umstellungsfrist von drei Jahren läuft. Bestehende Zertifikate laufen also im August 2021 ab. Allerdings dürfen Zertifizierungsgesellschaften schon nach einer Frist von 18 Monaten ab Veröffentlichung nur noch nach der Neufassung der ISO 50001 auditieren und zertifizieren.
Betroffene Unternehmen sollten sich deshalb frühzeitig mit der neuen ISO 50001 vertraut machen.

RGC referiert auf VEA-Veranstaltung zur Qualifikation EnMS-wirksamen Personals nach ISO 50003

Seit Jahresbeginn bietet der VEA eine neue Schulung zur Qualifikation EnMS-wirksamen Personals nach ISO 50003 an.

Die schnell ausgebuchte erste Schulung wurde in Hannover Anfang April 2018 mit durchweg positiver Resonanz durchgeführt. Der Workshop-Charakter mit Praxisbezug und die Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen wurden von den Teilnehmern besonders hervorgehoben.

Zum Hintergrund: Mit Einführung der ergänzenden Normen ISO 50003, 50006 und 50015 und der anstehenden Revision der ISO 50001 wachsen die Anforderungen an Unternehmen, das nach ISO 50001 zertifizierte Energiemanagementsystem aufrechtzuerhalten. Eine Neuerung ist die Identifikation des „EnMS-wirksamen Personals“ durch das Unternehmen. Diese Funktionen sind an die eingesetzte Zertifizierungsgesellschaft im Rahmen der Auditzeitkalkulation zu melden. Damit werden diese Mitarbeiter konkret in die Pflicht genommen, die Anforderungen der ISO 50001, dessen Begleitnormen und den internen Vorgaben im Rahmen ihres Einflusses auf das EnMS zu kennen und hierbei aktiv mitzuwirken. Dieser Logik folgend werden leitende Funktionen, Mitglieder der Effizienz-Teams, Verantwortliche für den Betrieb von wesentlichen Energieverbrauchern sowie alle weiteren Mitarbeiter mit Einfluss auf das EnMS (QMB, Genehmigungsplaner, Projektingenieure, Kesselwärter, Mitarbeiter der Forschung & Entwicklung,…) zukünftig intensiver und oft erstmalig im Rahmen externer Audits befragt. Insbesondere bei großen Unternehmen mit mehreren Standorten oder dem energieintensiven Mittelstand ist es dem EMB oft nicht möglich, alle Bereiche ausreichend einzubinden und die Qualifikation der Kollegen sicherzustellen.

RGC unterstützt den VEA im Rahmen dieser Veranstaltungen durch einen Vortrag zu den aktuellen energierechtlichen Top-Themen, deren Kenntnis angesichts ihrer wirtschaftlichen Bedeutung gerade für das EnMS-wirksame Personal in energieintensiven Unternehmen unerlässlich ist.

Eine zweite Veranstaltung dieser Reihe wird vom 05.- 07. Juni 2018 in München stattfinden. Da die Teilnehmerzahl stark limitiert ist, empfiehlt sich zur Anmeldung eine möglichst kurzfristige Kontaktaufnahme mit Herrn Timm Brahms vom VEA: tbrahms@vea.de.