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VEA-Preisindex vom 14.10.2019

Leichter Anstieg im Großhandel – Weiterhin hohe Volatilitäten

Der VEA-Preisindex ist ein 14-tägiger Service des VEA Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (e.V.).
Preistrend
Im Großhandel ist die Nervosität am Freitag letzter Woche zurückgekehrt. Während sich bis dahin die Preise nur leicht veränderten, sorgte die Meldung, dass ein iranischer Öltanker vor Saudi-Arabien von zwei Explosionen erschüttert worden sei, für einen Preissprung bei den Strom- und Gaspreisen.
Die fundamentalen Eckdaten wie die negativen Konjunkturaussichten, drohender Brexit, zunehmende weltweite Handelsbeschränkungen deuten auf ein Nachgeben der Energiepreise hin. Ein singuläres Ereignis im Nahen Osten treibt aber sofort die Energiepreise nach oben.
Insoweit ist eine Prognose über die weitere Preisentwicklung mit großen Unsicherheiten verbunden. Allen Unternehmen, die noch neue Lieferverträge für das neue Kalenderjahr benötigen, empfehlen wir, umgehend mit der Ausschreibung Ihres Energiebedarfs zu starten.
Strompreisentwicklung
Aktuell wird das Baseprodukt 2020 bei ca. 48,00 €/MWh und das Peakprodukt 2020 bei 57,00 €/MWh gehandelt. Dies bedeutet einen Preisanstieg in den letzten zwei Wochen sowohl beim Baseprodukt als auch beim Peakprodukt um rund 0,20 €/MWh. Base 2021 kostet derzeit 48,60 €/MWh und Base 2022 liegt bei 49,60 €/MWh. Damit haben sich in den vergangenen 14 Tagen das Base 2021 um 0,70 €/MWh und das Base 2022 um 0,60 €/MWh verteuert.
Gaspreisentwicklung
Der Gaspreis 2020 liegt im Großhandel aktuell bei rund 18,50 €/MWh. Damit ist der Gaspreis gegenüber dem Stand von vor zwei Wochen geringfügig um rund 0,10 €/MWh gestiegen. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres wurde das Base 2020 bei rund 22,40 €/MWh gehandelt, also 3,90 €/MWh teurer als heute. Derzeit kostet Gas für die Belieferung in 2021 rund 19,00 €/MWh (Preisanstieg um rund 0,30 €/MWh in den letzten 14 Tagen) und in 2022 rund 18,80 €/MWh (0,40 €/MWh teurer im Vergleich zum Preisstand von vor 14 Tagen).
VEA Newsletter vom 14.10.2019
Die Preisentwicklungen für Öl, Kohle und CO2-Zertifakte finden Sie mit weiteren Informationen des VEA aus der Energiewelt im aktuellen VEA Newsletter, der hier zum Download bereitsteht. 
Kontakt und inhaltliche Verantwortung
Fragen zum VEA-Preisindex beantwortet Ihnen gern Herr GF Christian Otto (E-Mail: cotto@vea.de). Für die Inhalte des vorstehenden VEA-Preisindex ist ausschließlich der VEA verantwortlich. 

Leitfaden zur Missbrauchsaufsicht bei der Stromerzeugung und –großhandel veröffentlicht

BKartA und BNetzA erstellen gemeinsamen Leitfaden

Das Bundeskartellamt hat zusammen mit der Bundesnetzagentur einen „Leitfaden für die kartellrechtliche und energiegroßhandelsrechtliche Missbrauchsaufsicht im Bereich Stromerzeugung/-großhandel“ (kurz: Leitfaden zur Zulässigkeit von Preisspitzen) veröffentlicht. Der Leitfaden soll für Klarheit bei den Marktteilnehmern sorgen, indem er Spielregeln für den Umgang mit Preisspitzen festschreibt. Daneben enthält der Leitfaden Erläuterungen über die Anwendung und Reichweite der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht auf dem Stromerstabsatzmarkt und behandelt Auslegungsfragen der REMIT-Verordnung. Mit dem Leitfaden hoffen die Behörden, die Rechtssicherheit für die Unternehmen zu erhöhen, damit notwendige Investitionen angestoßen werden.  

Die Konsultationsfassung des Leitfadens wurde im Frühjahr veröffentlicht (RGC berichtete). Wesentliche Änderungen hat es im Vergleich dazu im finalen Dokument aber nicht gegeben.

RGC-Kanzleiforum gibt dem Energierecht eine Stimme

Das 15. RGC-Kanzleiforum Energie hat mit rund 200 Gästen nicht nur für einen Teilnehmerrekord gesorgt. Nach einhelliger Meinung konnte das Forum auch die hohen Erwartungen erfüllen und wie angekündigt die aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt und im Energie- und Regulierungsrecht aufzeigen.

Maßgeblichen Anteil daran hatten die geladenen Referenten, die sehr praxisnah vortrugen und für angeregte Diskussionen im fachkundigen Auditorium sorgten. Die Referentin der BNetzA, Frau Böhm, erläuterte die Konsultationsfassung des Leitfadens der BNetzA zum Messen und Schätzen und betonte, dass die trotz Leitfaden teilweise noch bestehende Unschärfe nur durch den Gesetzgeber bereinigt werden könne. Co-genial dazu zeigte Herr Herber als Unternehmensvertreter (K+S AG) auf, zu welchem Irrsinn die stromkostenintensive Industrie im Rahmen der Drittmengenabgrenzung gezwungen werde – wobei er sehr anschaulich auf einen eigens mitgebrachten Industriestaubsauger und ein tragbares geeichtes RLM-Messgerät zeigte. 

Den Energiemarkt von morgen nahmen die Referenten Tiemann, Koch und Caspar ins Blickfeld: Herr Tiemann von der Leibniz Uni Hannover mit einem Vortrag zur Wirtschaftlichkeit des Stromspeichereinsatzes und Herr Koch von der Statkraft Markets GmbH mit der Vorstellung einer „grünen“ Strombezugsalternative. Herr Caspar von Germanwatch beleuchtete schließlich die Frage, auf welche Weise der aus seiner Sicht unabdingbare Preis für die Emission von CO2 im Markt platziert werden könne: Zertifikate-Handel oder Steuer. Aus seiner Sicht sei die Einführung einer CO2 Steuer zwar nicht innovativ, aber deutlich weniger komplex und daher aktuell wohl der wahrscheinlichere Weg.

Aus dem Team von RGC ergänzten Vorträge der Rechtsanwältinnen Bundscherer/Walter (Drittmengenabgrenzung EEG vs. Stromsteuer) und Schreiner (Aktuelle energiepolitische Entwicklungen) das Programm. 

Das Team von RGC bedankt sich bei allen Beteiligten und freut sich bereits jetzt auf die Fortsetzung mit dem 16. RGC-Kanzleiforum im Herbst 2020.

VEA-Preisindex vom 30.09.2019

Turbulenzen im Großhandel legen sich – Preisrückgang bei Strom

Der VEA-Preisindex ist ein 14-tägiger Service des VEA Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (e.V.).
Preistrend
Im Großhandel hat sich die Nervosität gelegt: Die technischen Probleme im französischen Kraftwerkspark haben sich als nicht so gravierend erwiesen, die Reparaturen in den saudi-arabischen Ölanlagen kommen voran, die Kohlepreise sind im Sinkflug. Insoweit überrascht es nicht, dass die Strompreise in den vergangenen 14 Tagen deutlich nachgegeben haben. Aufgrund der dunklen Wolken am Konjukturhimmel gehen die meisten Marktbeobachter davon aus, dass die Strompreise weiter sinken werden.

Auch der Gasmarkt hat sich beruhigt. Die Kursgewinne nach den Anschlägen in Saudi-Arabien sind wieder perdu. Die Temperaturen sind weiterhin relativ hoch, so dass aktuell wenig für einen Preisanstieg beim Erdgas spricht.
Strompreisentwicklung
Aktuell wird das Baseprodukt 2020 bei ca. 47,80 €/MWh und das Peakprodukt 2020 bei 56,80 €/MWh gehandelt. Dies bedeutet einen Preisrückgang in den letzten zwei Wochen sowohl beim Baseprodukt als auch beim Peakprodukt um rund 2,40 €/MWh. Base 2021 kostet derzeit 47,90 €/MWh und Base 2022 liegt bei 49,00 €/MWh. Damit haben sich in den vergangenen 14 Tagen das Base 2021 um 2,10 €/MWh und das Base 2022 um 1,60 €/MWh verbilligt.
Gaspreisentwicklung
Der Gaspreis 2020 liegt im Großhandel aktuell bei rund 18,40 €/MWh. Damit ist der Gaspreis gegenüber dem Stand von vor zwei Wochen geringfügig um rund 0,10 €/MWh gefallen. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres wurde das Base 2020 bei rund 22,70 €/MWh gehandelt, also 4,30 €/MWh teurer als heute. Derzeit kostet Gas für die Belieferung in 2021 rund 18,70 €/MWh (Preisanstieg um rund 0,20 €/MWh in den letzten 14 Tagen) und 2022 rund 18,40 €/MWh (0,10 €/MWh teurer im Vergleich zum Preisstand von vor 14 Tagen).
VEA Newsletter vom 30.09.2019
Die Preisentwicklungen für Öl, Kohle und CO2-Zertifakte finden Sie mit weiteren Informationen des VEA aus der Energiewelt im aktuellen VEA Newsletter, der hier zum Download bereitsteht. 
Kontakt
Fragen zum VEA-Preisindex beantwortet Ihnen gern Herr GF Christian Otto (E-Mail: cotto@vea.de).

Unser 15. RGC-Kanzleiforum startet heute mit rd. 200 Vertretern energieintensiver Unternehmen

Wir wünschen allen Teilnehmern eine gute Anreise und freuen uns auf die gemeinsame Veranstaltung!

Heute um 18:30 Uhr startet unser 15. RGC-Kanzleiforum mit dem Come Together in unseren Kanzleiräumen. Morgen geht es dann um 9:00 Uhr mit unserem Fachkongress weiter. Wir haben mit 200 Gästen einen neuen Teilnehmerrekord zu verzeichnen.

Die Teilnehmer können sich auf hochkarätige Referentinnen und Referenten zu den aktuell drängenden energierechtlichen Fragen freuen:

RGC-RAin Eva Schreiner startet mit einem Beitrag zum „Energiemarkt: Heute und Morgen“, Frau Böhm von der BNetzA erörtert und diskutiert mit uns den „Hinweis zum Messen und Schätzen“, Herr Herber von K+S schildert uns seine Erfahrungen bei der „Umsetzung eines Messkonzepts“, RGC-RAinnen Walter und Bundscherer zeigen die Unterschiede bei der „Drittmengenabgrenzung im EEG vs. StromStG“ auf, Herr Koch von Statkraft macht uns den „Strombezug aus alten EEG-Anlagen als neue Beschaffungsoption (PPA)“ schmackhaft, Herr Tiemann aus der Leibniz Uni Hannover berichtet über den lohnenden „Einsatz von Speichern in der Industrie“ und Herr Caspar von Germanwatch wird das Klimapaket der Bundesregierung beleuchten und die Folgen für die Industrie aufzeigen.

VEA eröffnet seinen Mitgliederbereich in unserer App – VEA-Mitglieder werden gebeten, sich den kostenlosen Zugang freizuschalten

Ab heute ist der VEA-Mitgliederbereich geöffnet. VEA-Mitglieder erhalten vom VEA zukünftig exklusive Informationen über unsere App.

Wie wir gestern berichtet haben, steht unsere App in einer neuen Version zum Download in den Stores bereit. Als Neuheit können wir Mitgliederbereiche für spezielle Usergruppen einrichten. Die Usergruppen erhalten dann von dem Betreiber des Mitgliederbereichs exklusive Nachrichten, die nur für sie bestimmt und nur von ihnen lesbar sind. Dabei kann es sich um jede Art von Informationen handeln, wie z.B. Unternehmensnachrichten, Handlungsempfehlungen, Aufrufe zur Beteiligung an Umfragen (z.B. für das politische Lobbying), Preisinformationen, Erinnerungen an Fristen, Aufforderung zur Übermittlung von Verbrauchsdaten, Wartungshinweise, besondere Angebote oder Terminierungen. 
Als erster Kunde nutzt der VEA-Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) diese Möglichkeit, um zukünftig auf moderne Weise mit seinen 4.500 Mitgliedern zu kommunizieren. Die VEA-Mitglieder können sich für den Mitgliederbereich kostenlos freischalten lassen. In diesem Zuge können sie sogleich – ebenfalls kostenlos – unsere Registerfunktion (Vorschriften und Aktualitätendienst) für das Energierecht nutzen. Sie haben damit die praxisrelevanten Energievorschriften immer auf ihrem Handy und werden mit Handlungsempfehlungen über Gesetzesänderungen informiert. 
Die Zugangsdaten können alle VEA-Mitglieder unmittelbar über unsere App anfordern. Hierzu müssen sie im Menü der App lediglich auf den Unterpunkt „Register“ klicken und das sich dort öffnende Kontaktformular ausfüllen. Die Zugangsdaten gehen ihnen dann per E-Mail zu.

Neue App-Version steht zur Aktualisierung bereit, Einführungspreis für neue Angebote

Unsere App ist technisch verbessert und bekommt neue Angebote zum Einführungspreis.

Wir haben weiter kräftig an unserer App gearbeitet. Die Registerfunktion (Vorschriften und Aktualitätendienst) ist jetzt viel schneller. Wir können auf Wunsch zahlreicher User nun auch Push-Nachrichten versenden, damit Ihnen keine News mehr entgehen.
Darüber hinaus haben wir unser Angebot erweitert: Sie können Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte in unser App präsentieren, inhaltlich wertvolle Gastbeiträge verfassen, auf Ihre Veranstaltungen in unserem Veranstaltungskalender hinweisen oder einen Mitgliederbereich für Ihre Kunden/Mitglieder einrichten und für diese exklusive Nachrichten veröffentlichen.
Diese neuen Dienstleistungen sind für all diejenigen interessant, die zu ihren Kunden insbesondere energieintensive Unternehmen des Mittelstandes und der Großindustrie zählen.
Zur Einführung der neuen Angebote gibt es bis zum 31.12.2019 Sonderpreise: Die Unternehmenspräsentation kostet für das erste Jahr 3.000,00 € (anstatt 7.500,00 €) zzgl. USt. und auf alle weiteren neuen Dienstleistungen geben wir einen Rabatt von 10 %. Gern schicken wir Ihnen unsere Präsentation zu allen App-Dienstleistungen mit Nutzerinfos und Preisen zu. Hierzu senden Sie uns gern Ihre Anfrage an lietz@rgc-manager.de.

Messen und Schätzen – RGC bezieht Stellung

RGC beteiligt sich am Konsultationsverfahren der BNetzA zum Messen und Schätzen.

Die BNetzA hat am 9. Juli 2019 den „Hinweis zum Messen und Schätzen bei EEG-Umlagepflichten“ zur Konsultation gestellt (RGC berichtete). RGC hat wie angekündigt, die Chance genutzt und im eigenen Namen Stellung zum Messen und Schätzen bezogen. Dabei hat RGC sich insbesondere dafür stark gemacht, dass 
  • Meldungen und Zahlungen auf fremde Schuld für die Fälle, in denen der Stromhändler die EEG-Pflichten für weitergeleiteten Bezugsstrom übernimmt, ausgeweitet und vereinfacht werden;
  • Unklarheiten bei der Einstufung von Drittverbräuchen als Bagatellen anhand der sog. White- (Bagatelle (+)) und Blacklists (Bagatelle (-)) ausgeräumt werden;
  • der „unvertretbare Aufwand“, bei dem auch künftig noch geschätzt werden darf, konkreter gefasst wird;
  • bei der Eigenerzeugung neben der gewillkürten Nachrangregelung auch ¼-Stunden-Schätzungen ausdrücklich anerkannt werden und
  • die scharfen Sanktionen von § 61j EEG (je nach Konstellation 20 oder 100 Prozent EEG-Umlage für selbst erzeugten und selbst verbrauchten Strom) in den Fällen ausgesetzt werden, in denen in der Vergangenheit an einen unzuständigen Netzbetreiber gemeldet wurde. 
Unsere Stellungnahme finden Sie demnächst auf der Homepage der BNetzA. Auf die erste Rückmeldung der BNetzA aus erster Hand schon diesen Freitag bei unserem 15. Kanzleiforum – Energiemarkt heute und morgen, freuen wir uns schon besonders!  
Für alle Unternehmen, die sich noch vertieft mit dem Thema Messen und Schätzen auseinandersetzen möchten (bzw. müssen), empfehlen wir unseren Workshop: Der Weg zum „richtigen“ Messkonzept nach EEG, neuen Hinweisen zum Messen und Schätzen der BNetzA und ISO 50001. Zur Anmeldung geht’s hier.

VEA-Preisindex vom 16.09.2019

Massiver Preisanstieg im Großhandel

Der VEA-Preisindex ist ein 14-tägiger Service des VEA Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (e.V.).

Preistrend

In der letzten Woche sind die Preise im Großhandel signifikant angestiegen. Die Auswirkungen des Anschlags auf die saudi-arabischen Ölanlagen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Zu Beginn letzter Woche sorgte die Ankündigung des französischen Kernkraftwerkbetreibers EDF über mögliche Kraftwerksprobleme für große Verunsicherung und Preissprünge im Handel.

Gleichzeitig sorgte die Nachricht über Förderkürzungen im niederländischen Gasfeld Groningen und das von 2030 auf 2022 vorgezogene Förderende für Turbulenzen bei den Gaspreisen. Am Freitag wurde zudem bekannt, dass die Bundesnetzagentur dem russischen Gaslieferanten Einschränkungen bei der Nutzung der OPAL-Gasleitung auferlegt. Da zudem aktuell die Kohle fester notiert, sind die Preisanstiege auf den Strom- und Gasmärkten nachvollziehbar.

Strompreisentwicklung

Aktuell (Schlusskurs Freitag, den 13.09.2019) wird das Baseprodukt 2020 bei ca. 50,20 €/MWh und das Peakprodukt 2020 bei 59,20 €/MWh gehandelt. Dies bedeutet einen Preisanstieg in den letzten zwei Wochen beim Baseprodukt um 1,90 €/MWh und beim Peakprodukt um 2,00 €/MWh. Base 2021 kostet derzeit 50,00 €/MWh und Base 2022 liegt bei 50,60 €/MWh. Damit haben sich in den vergangenen 14 Tagen das Base 2021 um 1,60 €/MWh und das Base 2022 um 1,50 €/MWh verteuert.

Gaspreisentwicklung

Der Gaspreis 2020 liegt im Großhandel aktuell (Schlusskurs Freitag, den 13.09.2019) bei rund 18,50 €/MWh. Damit ist der Gaspreis gegenüber dem Stand von vor zwei Wochen um rund 0,90 €/MWh gestiegen. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres wurde das Base 2020 bei rund 21,90 €/MWh gehandelt, also 3,40 €/MWh teurer als heute. Derzeit kostet Gas für die Belieferung in 2021 rund 18,50 €/MWh (Preisanstieg um rund 0,20 €/MWh in den letzten 14 Tagen) und 2022 rund 18,30 €/MWh (0,20 €/MWh teurer im Vergleich zum Preisstand von vor 14 Tagen).

VEA Newsletter vom 16.09.2019

Die Preisentwicklungen für Öl, Kohle und CO2-Zertifakte finden Sie mit weiteren Informationen des VEA aus der Energiewelt im aktuellen VEA Newsletter, der hier zum Download bereitsteht. 

Kontakt

Fragen zum VEA-Preisindex beantwortet Ihnen gern Herr GF Christian Otto (E-Mail: cotto@vea.de).

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VEA Preisindex

BNetzA verlangt zusätzliche Bestätigung zur Berechnungsweise bei der 7.000 Std.-Regelung

Letztverbraucher, die ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Abs. 2 S. 2 StromNEV in Anspruch nehmen, sollten kurzfristig prüfen, ob Handlungsbedarf besteht.

Aktuell findet sich auf der Internetseite der Beschlusskammer 4 der BNetzA ein Hinweis, der alle Letztverbraucher betrifft, die ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Abs. 2 S. 2 StromNEV (sog. 7.000-Std.-Regelung) neu anzeigen oder bereits praktizieren. Es geht um die korrekte Kalkulation der Betriebskosten im physikalischen Pfad. 

Offenbar war bisher umstritten, wie mit Kosten der vorgelagerten Netzebene und Kosten für vermiedene Netzentgelte bei der Kalkulation der Betriebskosten zur Ermittlung des individuellen Entgelts umzugehen ist. Die Bundesnetzagentur und die Landesregulierungsbehörden haben aus diesem Grund ein Gemeinsames Positionspapier der Landesregulierungsbehörden und der Bundesnetzagentur zur Betriebskostenkalkulation im physikalischen Pfad nach § 19 Abs. 2 S. 2 StromNEV abgestimmt und veröffentlicht, das diejenigen Vorgaben enthält, die aus Sicht der Behörden für eine korrekte Berechnung erforderlich sind. 

Nun hat die BNetzA hinsichtlich der am 30. September 2019 auslaufenden Frist für die Neuanzeige eines individuellen Netzentgelts für die 7.000-Std.-Regelung das Anzeige-Formular geändert und einen Hinweis veröffentlicht. Danach müssen Letztverbraucher, die ein individuelles Netzentgelt der 7.000-Std-Regelung nach § 19 Abs. 2 S. 2-4 StromNEV neu anzeigen, das aktuelle Formular verwenden und erklären, dass bei der Berechnung der Kosten des physikalischen Pfades die Vorgaben des Gemeinsamen Positionspapiers eingehalten wurden.

Aber nicht nur Letztverbraucher, die ein individuelles Netzentgelt neu anzeigen, sind von dem Hinweis betroffen. Die BNetzA empfiehlt jedem Letztverbraucher mit 7.000-Std.-Regelung zu überprüfen, ob auch bei den bereits laufenden Vereinbarungen die Vorgaben aus dem Positionspapier eingehalten werden. Sofern das nicht der Fall sei, müsse – so die Behörde – unverzüglich eine Neuanzeige der entsprechend angepassten Vereinbarung erfolgen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtsprechung, wonach Letztverbraucher für die korrekte Anzeige der Netzentgeltvereinbarung und deren Änderungen verantwortlich sind (RGC berichtete), kann jedem Letztverbraucher, der ein individuelles Netzentgelt für die 7.000-Std.-Regelung vereinbart hat, nur dringend geraten werden, die Einhaltung der Kalkulationsvorgaben kurzfristig zu prüfen bzw. sich mit ihrem Netzbetreiber abzustimmen. Sollte eine Neuanzeige erforderlich sein, läuft die Frist hierfür bereits am 30. September 2019 ab. Für Vereinbarungen, die nicht den v. g. Vorgaben entsprechen und für die keine neue Anzeige erfolgt, droht eine Untersagung der gesamten Netzentgeltvereinbarung. Zwar sind die Vorgaben aus dem Positionspapier nicht rechtsverbindlich. Dennoch besteht das Risiko, den finanziellen Vorteil der 7.000-Std.-Regelung zu verlieren. Denn aus heutiger Sicht ist offen, wie ein Gericht eine Untersagung auf Grundlage des Positionspapiers bewerten würde.