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Netzumlagen für 2019 veröffentlicht – KWKG-Umlage, § 19 StromNEV-Umlage und AbLaV-Umlage sinken

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben auf ihrer gemeinsamen Informationsplattform die Höhe der netzseitigen Umlagen für 2019 veröffentlicht. Für die Industrie ist dabei erfreulich, dass die KWKG-Umlage, die § 19 StromNEV-Umlage und die AbLaV-Umlage spürbar sinken werden. 

Im Einzelnen betragen die Umlagen für nicht privilegierte Letztverbraucher im nächsten Jahr:

  • KWKG-Umlage: 0,280 Cent/kWh (2018: 0,345 Cent/kWh).
  • § 19 StromNEV-Umlage: 0,305 Cent/kWh (2018: 0,370 Cent/kWh).
  • AblaV-Umlage: 0,005 Cent/kWh (2018: 0,011 Cent/kWh).

Diese Entwicklung dürfte auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen sein. So fließen neben den erwarteten Kosten für KWK-Strommengen, individuelle Netzentgelte und abschaltbare Lasten Beträge in die Umlageprognosen ein, die im Jahr 2017 zu hoch veranschlagt und nun verrechnet werden (sog. Nachholungen). Darüber hinaus werden sich ab dem nächsten Jahr die Begrenzungsmöglichkeiten der Netzumlagen grundlegend verändern. Viele Unternehmen, die derzeit noch die KWKG-Umlage, die Offshore-Netzumlage und die § 19 StromNEV-Umlage für den bezogenen und selbst verbrauchten Strom > 1 GWh begrenzen lassen können, werden ab dem nächsten Jahr für die meisten Netzumlagen den vollen Betrag entrichten müssen. Nähere Informationen zu diesen Änderungen erhalten Sie bei unserem Seminar Energie – und Umweltrecht für Unternehmen – Grundlagen und aktuelle Herausforderungen am 27. und 28. November 2018 Anmeldeformular

ÜNB veröffentlichen EEG-Umlage und Offshore-Netzumlage für 2019

ÜNB veröffentlichen EEG-Umlage und Offshore-Netzumlage für 2019

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben gestern auf ihrer gemeinsamen Informationsplattform die Höhe der EEG-Umlage und der Offshore-Netzumlage für das Jahr 2019 bekannt gegeben.

Die EEG-Umlage wird dabei um 5,7 Prozent auf 6,405 Cent/kWh sinken.

Diese Absenkung kommt trotz einer prognostizierten Zunahme von Strom aus Erneuerbaren Energien um ca. 13 Terrawattstunden zu Stande. Die ÜNB begründen dies in ihrer Pressemitteilung zum einen mit den stark gestiegenen Börsenpreisen für Strom und zum anderen mit dem aktuell hohen Stand des EEG-Kontos, bzw. mit der sog. Liquiditätsreserve. Mit der Liquiditätsreserve sollen Schwankungen auf dem EEG-Konto, das derzeit ein Plus in Höhe von 3,65 Milliarden Euro aufweist, abgefedert werden. Die ÜNB haben unter Berücksichtigung dieser Faktoren für das nächste Jahr einen EEG-Umlagebetrag in Höhe von ca. 22,59 Milliarden Euro berechnet.

Die Offshore-Netzumlage (bisherige Offshore-Haftungsumlage) wird bei 0,416 Cent/kWh liegen.

Die Offshore-Haftungsumlage beträgt in diesem Jahr noch 0,037 Cent/kWh und wird damit massiv ansteigen. Dieser Anstieg ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass ab dem nächsten Jahr neben den Kosten für Entschädigungen bei Störungen von Offshore-Netzanbindungen erstmalig auch die Kosten für die Anbindung von Offshore-Windparks in die Offshore-Netzumlage einbezogen werden. Damit ergibt sich für das nächste Jahr ein Kostenvolumen von ca. 1,7 Milliarden Euro.