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UFI – Neue Identifikationsnummer für Gemische

Ab 2020 ist auf Etiketten von Produkten mit Gefahrenpotential ein neues Kennzeichnungselement anzubringen: der 16-stellige eindeutige Rezepturidentifikator (Unique Formula Identifier, UFI).

Ab 2020 ist auf den Etiketten von Produkten mit Gefahrenpotential ein neues Kennzeichnungselement anzubringen: der 16-stellige Rezepturidentifikator (Unique Formula Identifier, UFI). Importeure und nachgeschaltete Anwender, die Produkte auf den Markt bringen, die Gesundheitsgefahren oder physikalische Gefahren darstellen können, müssen bei den Giftnotrufzentralen bestimmte Produktinformationen einschließlich der neuen Identifikationsnummer (UFI) einreichen.

Anhang VIII der CLP-Verordnung „Harmonisierte Informationen für die gesundheitliche Notversorgung und für vorbeugende Maßnahmen“ legt den Formelidentifikator (UFI) fest, der auf dem Kennzeichnungsetikett eines Gemischs anzugeben ist und der eine eindeutige Verbindung zwischen dem in Verkehr gebrachten Gemisch und den zur Beantwortung von Anfragen in medizinischen Notfällen bereitgestellten Informationen herstellt. Sinn und Zweck des UFI ist, im Notfall über die Identifikationsnummer die wesentlichen Informationen über das Gemisch abrufen zu können.

Bei Gemischen, die für die Verwendung durch Verbraucher bestimmt sind, muss Ihr Unternehmen den UFI bis zum 1. Januar 2020 angeben. Für weitere Verwendungen gelten unterschiedliche Fristen.

Auf der Website der ECHA finden Sie Anleitungen zum Erstellen eines UFI: https://poisoncentres.echa.europa.eu/de/ufi-generator .

Chemikalienrecht: Einheitliche EU-Regeln für Nanomaterialien

Die Europäische REACH-Verordnung (Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) wird hinsichtlich der einheitlichen Regeln über Nanomaterialien angepasst.

Die REACH-Verordnung dient der Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Sie soll ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherstellen.

Nanomaterialien sind chemische Stoffe oder Materialien mit einer Partikelgröße von 1 bis 100 Nanometern (nm) in mindestens einer Dimension. Aufgrund der größeren spezifischen Oberfläche je Volumen können Nanomaterialien im Vergleich zu demselben Material ohne Merkmale im Nanobereich andere Eigenschaften aufweisen. Daher können die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Nanomaterialien von den Eigenschaften der Stoffe mit größeren Maßen abweichen. In Nanoform haben Chemikalien somit oft völlig andere Wirkungen.

Viele Produkte enthalten bereits Nanomaterialien wie z. B. Batterien, Beschichtungen, antibakterielle Kleidung, Kosmetikerzeugnisse, Lebensmittel.

Durch die einheitlichen Regeln auf EU-Ebene können mögliche Risiken der Nanomaterialien besser bewertet und eingeschränkt werden, um ihre sichere Anwendung zu gewährleisten.

Die Änderung der Verordnung tritt 2020 in Kraft.

REACH-Registrierung bis zum 31. Mai 2018

Frist für REACH-Registrierung bereits vorhandener Chemikalien endet am 31. Mai 2018.

Unternehmen, die chemische Stoffe in Mengen von über 1 Tonne pro Jahr herstellen oder aus Nicht-EU-Ländern importieren, unterliegen gegebenenfalls der Registrierungspflicht gemäß REACH.

Sofern Ihr Unternehmen Stoffe vorregistriert und diese noch nicht registriert hat, sind Sie von der REACH-Registrierungsfrist bis zum 31. Mai 2018 betroffen.

Unternehmen, die Stoffe in Mengen von über einer Tonne pro Jahr herstellen oder importieren, sind verpflichtet, Informationen über die Eigenschaften und Verwendungen zu sammeln, sowie die Gefahren und mögliche Risiken, die von diesem Stoff ausgehen, zu beurteilen.

Die Registrierung beruht auf dem Grundsatz „ein Stoff, eine Registrierung“. Dies bedeutet, dass Hersteller und Importeure des gleichen Stoffs ihre Registrierung gemeinsam einreichen müssen.

Wer muss registrieren:

  • EU-Hersteller oder Importeure von Stoffen als solchen oder in einem Gemisch
  • EU-Hersteller oder Importeure von Erzeugnissen, die den in den Leitlinien zu den Anforderungen für Stoffe in Erzeugnissen beschriebenen              Kriterien entsprechen
  • „Alleinvertreter“ mit Sitz in der EU, die von einem Hersteller, Formulierer oder Produzenten eines Erzeugnisses mit Sitz außerhalb der EU      eingesetzt wurden, um die Registrierungspflichten von Im porteuren zu erfüllen

Dazu kommt die Frage: Muss Ihr Unternehmen selbst seinen Stoff registrieren oder ist ein anderer Akteur in der Lieferkette hierzu verpflichtet?

Weitergehende Informationen sind auf der Internetseite der ECHA (Europäische Chemikalienagentur) erhältlich. Zu dieser gelangen Sie hier.