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Wann kommt die PV-Anlagenpflicht für alle?


In einigen Bundesländern gibt es sie bereits, für den Bund wird sie seit Anfang 2021 diskutiert: Die PV-Anlagenpflicht für Gebäude. Reichweite und Zeitschiene sind dabei – wie sollte es anders sein – umstritten. Ein kurzer Überblick:

Die Regelungen zur PV-Pflicht auf neuen und sanierten Gebäuden gleicht derzeit einem Flickenteppich:

Nach dem Landes-Klimaschutzgesetz von Baden-Württemberg (vgl. §§ 8a, 8b) muss bspw. jeder, der die Errichtung eines Nichtwohngebäudes oder eines Parkplatzes mit mehr als 35 Stellplätzen plant und den Bauantrag ab 1. Januar 2022 einreicht, eine Photovoltaikanlage installieren; ab Mai 2022 gilt dies auch für den Neubau von Wohngebäuden, ab 1. Januar 2023 für grundlegende Dachsanierungen.

Auch u.a. Bayern, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Bremen und Berlin haben bereits eine PV-Pflicht in ihren Landesgesetzen geregelt, mit mehr oder weniger weitreichenden Ausnahmen – in Bayern sind z.B. Wohngebäude komplett ausgenommen. In Nordrhein-Westfalen müssen ab dem Jahr 2022 neue Parkflächen mit mehr als 35 Stellplätzen überdacht und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden.

In Niedersachsen gilt seit der Novelle der NBauO vom 18. November 2021, dass auf Gebäuden, die überwiegend gewerblich genutzt werden und mindestens eine Dachfläche von 75 m² aufweisen, und Wohngebäuden die Tragkonstruktion des Gebäudes so zu bemessen ist, dass auf allen Dachflächen Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung aus solarer Strahlungsenergie errichtet werden können. Mindestens 50 Prozent der Dachflächen sind bei der Errichtung des Gebäudes mit Photovoltaikanlagen auszustatten, vgl. § 32a NBauO.

In anderen Bundesländern sowie in der Bundesgesetzgebung besteht hingegen aktuell keine PV-Pflicht für Gebäude.

Nach dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung könnte sich das aber bald ändern. Hier heißt es: „Alle geeigneten Dachflächen sollen künftig für die Solarenergie genutzt werden. Bei gewerblichen Neubauten soll dies verpflichtend, bei privaten Neubauten soll es die Regel werden.“

Bereits im Juli 2021 hatte der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Einführung einer bundesweiten Pflicht zur Installation von Solaranlagen auf öffentlichen und privaten Gebäuden angeregt. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen legte daraufhin einen Gesetzentwurf vor, der unter anderem vorsah, dass Solaranlagen zur Stromerzeugung auf Neubauten ab Mitte 2022 sowie Dachsanierungen verpflichtend installiert werden müssen. Ausnahmen berücksichtigten hierbei bspw. entgegenstehende Anforderungen des Denkmalschutzes, einer geplanten Dachbegrünung, unverhältnismäßigen Kosten oder PV-Anlagen vorhanden waren.

Wichtige Weichenstellungen erwarten wir von der ersten Umweltministerkonferenz in dieser Legislaturperiode, die im Mai 2022 stattfindet. Den Vorsitz hat Niedersachsen, dessen Umweltminister Olaf Lies (SPD) sich bereits für eine bundesweite Solarpflicht für Neubauten ausgesprochen hatte.

Wie Sie rechtliche Hürden bei der Realisierung eines industriellen PV-Projekts überwinden, erfahren Sie übrigens in unserem (Online-)Workshop „RGC-Fokus: Praxiswissen für industrielle PV-Projekte in 1,5 Stunden“ am 9. Februar 2022. Hier gelangen Sie zur Anmeldung.

Autorinnen: Dr. Franziska Lietz
                       Aletta Gerst

16. RGC-Kanzleiforum: Danke an die großartigen Referenten und das super Feedback der rund 200 Teilnehmer!

Die Erkenntnisse: H2-Projekte sind für jedes Unternehmen möglich und schützen Sie sich vor Vertragsanpassungsbegehren wegen der explodierenden Energiepreise!

Gestern hat endlich wieder, nach einjähriger Zwangspause, unser RGC-Kanzleiforum Energie und Klima stattgefunden. Das Ganze leider (nur) online. Aber wir haben uns sehr gefreut, mit Ihnen in die Praxiswelt von H2-Projekten einzutauchen und Ihnen wichtige Infos zu den explodierenden Energiepreisen geben zu können.

Und das Feedback der rund 200 Teilnehmer war großartig. Ein Teilnehmer kommentierte: „Das war wieder sehr informativ und die H2-Praxis wurde von so vielen Seiten beleuchtet. Mir tut von Ihren Mandanten quasi jeder leid, der nicht teilgenommen hat.“

Aber was ist im Einzelnen passiert: Nach einer kurzen Einführung durch unser gut gelauntes Moderatoren-Duo Prof. Dr. Kai Gent und Annerieke Walter machte Jeannette Uhlig von der Deutschen Energie-Agentur (dena) den Anfang im ersten Block Grundlagen. Und besser hätte man gar nicht die Grundlagen für eine fachlich fundierte Einleitung in das Thema Wasserstoff geben können. In Erinnerung geblieben ist das „Henne-Ei-Problem“ bei Wasserstoff: Erst Erzeugungs- oder erst Verteilkapazitäten schaffen?

Im zweiten Vortrag hat uns Johanna Leisling von der Linde GmbH „Technische Lösungen für den Einsatz von grünem H2 in Industrie und Verkehr“ vorgestellt. Die Fülle an – vielfach bereits umgesetzten – Praxisbeispielen war beeindruckend, ebenso wie die vielen Ansätze und Ideen, ein Unternehmen durch Wasserstoff auf den Pfad zur Klimaneutralität zu bringen.

Der Block 2 zur Wasserstoff-Pipelineversorgung begann mit einer Einführung von Rechtsanwältin Annerieke Walter zum neuen Rechtsrahmen zur Regulierung von Wasserstoffnetzen. Festzustellen war, dass der Rechtsrahmen vom Gesetzgeber noch optimiert werden könnte: Uns fehlt aktuell insbesondere eine Ausnahme für Klein- und Kleinstnetze, ähnlich der Kundenanlage für Strom und Gas.

Im zweiten Vortrag dieses Blocks stellte uns Ralf Gayer von der Evonik Operations GmbH das Projekt GetH2Nukleus, welches uns auch schon des Öfteren beschäftigt hat, vor. Kernpunkte waren der – aufgrund von Zeitgleichheit und Zusätzlichkeit – schwierige Begriff des grünen Wasserstoffs aus der RED II und die teilweise langwierigen bürokratischen Prozesse bei der Zurverfügungstellung von staatlichen Fördermitteln.

Der 3. Block begann mit der zweiten Hälfte des Vortrags von Annerieke Walter, die die weiteren energierechtlichen Rahmenbedingungen für den Wasserstoffeinsatz in der Praxis und ihre teilweise komplizierten Wechselwirkungen vorstellte.

Es folgte ein Erfahrungsbericht von Dr. Ludger Hellenthal von der H2 Green Power & Logistic, Wasserstofftankstellen-Pionier der ersten Stunde, vornehmlich über das Projekt Industriepark Mittelelbe, anhand dessen er vorbildlich zeigen konnte, wie man Versorgungskonzepte mit Wasserstoffeinsatz in Richtung Wirtschaftlichkeit bringen kann.

Nach der Mittagspause ging es dann los mit einem wirklich brandaktuellen Thema: Der Energiepreiskrise im Strom- und vor allem im Gasmarkt. Holger Fleckenstein und Dr. Ralf Wagner von der Uniper Markt Solutions GmbH erläuterten die aktuellen Entwicklungen und deren vor allem globalpolitischen Hintergründe. Im Anschluss gaben Rechtsanwältinnen Michelle Hoyer und Dr. Franziska Lietz einen Überblick über rechtliche To-Do´s in der Energiepreiskrise: Was tut man bei Kündigung des Versorgers, Nachschieben von (unwirksamen) AGB und Preisanpassungen oder bei einer Versorgerinsolvenz?

Im Anschluss waren vor allem Konzepte für die Industrie gefragt, im Block Areal-/ Standortversorgung lieferte Andreas Gelfort von der E-Bridge Consulting GmbH einen „Wegweiser für den Einkauf von grünem Strom“, bei dem nichts ausgelassen wurde: PPAs, Preisprognosen, Herkunftszertifikate und Handling. Ebenso interessant war die Betrachtung der Wärmeseite: Diese lieferte Hajo Hoops von der GETEC head & power GmbH mit seinem Vortrag „Green Steam: Wettbewerbsfähigkeit und Erfahrungen“ gleich inklusiver vieler instruktiver Praxisbeispiele.

Im 4. Block ging es um Tankstellen: Jadranka Pfautsch stellte in ihrem Vortrag die NOW GmbH vor und gab den Zuhörern einen Überblick zu den umfangreichen Förderprogrammen und Förderprojekten im Rahmen von grüner Mobilität. Im Anschluss referierte Dr. Kai Schröter von der Linde Material Handling GmbH zu „Chancen und Herausforderungen der H2-/Brennstoffzellentechnologie in Flurförderzeugen“. Er befasste sich dabei auch mit dem wichtigen Aspekt, dass nicht jeder H2-Einsatz zwangsläufig dem Klimaschutz dienen muss.

Unser 16. RGC-Kanzleiforum endete mit einem Schlusswort unseres Moderatorenduos. Wenn Sie unsere Veranstaltung verpasst haben sollten, kein Problem. Wir haben unser Forum aufgezeichnet und werden zeitnah die Einzelbeiträge als Videos in unserer Mediathek einstellen. Interessierte können hier ihren Zugang buchen.

Ihr RGC-Team

Referenten des 16. RGC-Kanzleiforums: Annerieke Walter, RITTER GENT COLLEGEN

Annerieke Walter von RITTER GENT COLLEGEN wird Sie in zwei Vorträgen dazu fit machen, wie man die energierechtlichen Privilegierungen für die Wasserstoffherstellung ausschöpft, welche Vorgaben für grünen Wasserstoff zu erfüllen sind und was es zur Regulierung von Wasserstoffnetzen zu wissen gibt.

Als weitere Referentin unseres 16. (Online-)Kanzleiforums am 2.12.2021 (Programm und Anmeldung hier) möchten wir Ihnen Annerieke Walter vorstellen:

Annerieke Walter ist seit 2017 als Rechtsanwältin bei RITTER GENT COLLEGEN tätig und leitet unser Eigenerzeugungs-Team. Ihre Begeisterung für das Energierecht hat Frau Walter bereits im Studium verfolgt und auch während des Referendariats vertieft. Neben Fragen rund um die Eigenerzeugung beschäftigt Frau Walter sich zunehmend mit dem Klimarecht und arbeitet führend mit an unseren Wasserstoff-Projekten. Es bereitet ihr große Freude, im Teamplay mit unseren Mandanten aktiv eine CO2-neutrale Zukunft mitzugestalten.

Frau Walter hält zwei Vorträge zum Wasserstoff. Zum einen über die Regulierung von H2-Netzen und zum anderen über das H2-Recht für die Praxis. Dabei wird sie nicht nur auf die regulatorische Seite des Wasserstoffes eingehen, sondern auch zeigen, wie Sie die Privilegierungsoptionen bei der Wasserstoffherstellung ausschöpfen. Ein Schwerpunkt von Frau Walter wird auf den Vorgaben des grünen Wasserstoffs liegen – der nicht ohne Grund gern als „Champagner der Industrie“ bezeichnet wird.

Wir freuen uns auf diese hochinteressanten Vorträge zu einem immer relevanteren und zukunftsweisenden Themengebiet!

Autoren: Joel Pingel
                  Katharina Lakisa

Referentin des 16. RGC-Kanzleiforums: Michelle Hoyer, LL.M. (Cape Town), RITTER GENT COLLEGEN

Michelle Hoyer von RITTER GENT COLLEGEN wird über die Energiekrise und die damit einhergehenden Versorgerinsolvenzen sprechen.

Als weitere Referentin unseres 16. (Online-)Kanzleiforums am 2.12.2021 (Programm und Anmeldung hier) möchten wir Ihnen Michelle Hoyer, LL.M. (Cape Town) vorstellen:

Michelle Hoyer unterstützt RGC seit 2021 als Rechtsanwältin im Energievertragsrecht, Energieschadensrecht und der Prozessführung. Zusätzlich dazu steht sie unseren Mandanten in der Complianceberatung im Energie- und Umweltrecht zur Seite. Bereits während ihres Studiums befasste sich Frau Hoyer tiefgehend mit dem Energierecht und berät bereits seit 2018 Mandanten in zivilprozessualen Angelegenheiten.

Der Titel des Vortrages von Frau Hoyer, den sie zusammen mit Frau Dr. Lietz (RGC) halten wird, lautet „Rechtliche To-Do’s für Verträge in der Energiekrise und Versorger-Insolvenzen“. Zu Beginn des Vortrages wird Frau Hoyer aus ihrer täglichen anwaltlichen Praxis im Hinblick auf die aktuelle Energiekrise berichten. Dabei wird sie insbesondere auf die steigenden Preise, vertraglichen Details und das Vorgehen der Energielieferanten eingehen. Anhand einiger aktueller Beispiele wird sie relevante Tipps für Sie als Energiekunden geben.

Wir freuen uns auf diesen spannenden Vortrag zu einem brandaktuellen Thema!

Autoren: Joel Pingel
                  Katharina Lakisa

Referenten des 16. RGC-Kanzleiforums: Dr. Ralf Wagner und Holger Fleckenstein, Uniper Market Solutions GmbH

Holger Fleckenstein und Dr. Ralf Wagner beleuchten für uns Ursachen und Wirkungen der Energiepreiskrise.

Wie bereits angekündigt, haben wir unser Kanzleiforum (Anmeldung hier) aus aktuellem Anlass um das Thema Energiepreiskrise ergänzt. Wir freuen uns sehr, dass wir als Experten Holger Fleckenstein und Dr. Ralf Wagner von der Uniper Market Solutions GmbH gewinnen konnten.

Nach Studium und Promotion mit Schwerpunkt Finanz- und Umweltökonomie in Heidelberg und Cottbus arbeitete Dr. Ralf Wagner sechs Jahre lang bei der Unternehmensberatung ConEnergy mit Fokus auf die Gas- und Strombranche. 2015 wechselte er als Marktanalyst zu E.ON Sales & Trading, wo er sich zunächst auf den Strom- und Emissionshandel und später auf Steinkohle- und Öl-Handel fokussierte. In den letzten Jahren hat sich Dr. Ralf Wagner auf die Analyse insbesondere der europäischen Gasmärkte mit Bezug auf Unipers Portfolio fokussiert und seine Rolle auf die Wasserstoff- und Ammoniakanalyse bei Uniper ausgeweitet.

Holger Fleckenstein verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Energiebranche: Nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik mit den Schwerpunkten Energie- und Finanzwirtschaft an der Universität Essen war Holger Fleckenstein sechs Jahre bei der Unternehmensberatung und bei der Energate für den Bereich Geschäftsentwicklung zuständig. Danach folgten Tätigkeiten als Analyst für die internationalen Handelshäuser RWE Trading und Centrica Energie. Seit 2010 ist Holger Fleckenstein Portfoliomanager bei der Uniper Market Solutions GmbH. Hierbei betreut er zahlreiche Kunden in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Zu seinen Aufgabengebieten gehören die Strategieentwicklung und das Portfoliomanagement für Kunden sowie die Beobachtung der globalen Energie- und Rohstoffmärkte.

In ihrem Vortrag „Energiemärkte im Spannungsfeld von Pandemie und Dekarbonisierung“ werden Herr Fleckenstein und Herr Dr. Wagner auf die Ursachen der jüngsten Marktentwicklungen, insbesondere in Bezug auf Gas, eingehen und einen Ausblick auf mögliche weitere Entwicklungen geben. Zudem werden sie Wege aufzeigen, wie sich Gasverbraucher in diesem volatilen Marktumfeld bewegen und auf die Preisentwicklungen reagieren können.

Wir danken Herrn Dr. Wagner und Herrn Fleckenstein für ihre kurzfristige Bereitschaft, dieses wichtige und zudem brandaktuelle Thema im Rahmen unseres Kanzleiforums mit uns zu diskutieren und freuen uns sehr auf diesen spannenden Vortrag.

Autoren: Prof. Dr. Kai Gent
                 Dr. Franziska Lietz

Referentin des 16. RGC-Kanzleiforums: Dr. Franziska Lietz, LL.M. , RITTER GENT COLLEGEN

Dr. Franziska Lietz, LL.M. von RITTER GENT COLLEGEN wird über die Energiekrise und die damit einhergehenden Versorgerinsolvenzen sprechen.

Als weitere Referentin unseres 16. (Online-)Kanzleiforums am 2.12.2021 (Programm und Anmeldung hier) möchten wir Ihnen Dr. Franziska Lietz, LL.M. vorstellen:

Dr. Franziska Lietz leitet das Umweltrechtsteam bei RGC und berät seit vielen Jahren im Energierecht. Aufgrund ihrer Passion für das Energie- und Umweltrecht entschied sich Frau Dr. Lietz für einen Master im Umweltrecht und für eine energierechtliche Doktorarbeit, für die sie mit dem Fakultätspreis der Universität Göttingen und dem Dissertationspreis der Stiftung Umweltenergierecht ausgezeichnet wurde. Besonders große Freude bereitet Frau Dr. Lietz die Arbeit in einem sich ständig verändernden und erneuernden Rechtsgebiet, die viel Innovationsbereitschaft fordert.

Frau Dr. Lietz wird zusammen mit Michelle Hoyer, LL.M. (Cape Town) (RGC) einen Vortrag mit dem Titel „Rechtliche To-Do’s für Verträge in der Energiekrise und Versorger-Insolvenzen“ halten. Ziel ist es, auf das aktuell brisante Thema der steigenden Energiepreise einzugehen und Handlungsoptionen sowie Perspektiven auf dem turbulenten Energiemarkt aufzuzeigen. Frau Dr. Lietz wird dabei im zweiten Teil des Vortrages über die Folgen einer Versorgerinsolvenz aufklären und Ihnen Handlungsmöglichkeiten und eventuelle Chancen dieser Situation erläutern.

Wir freuen uns auf diesen spannenden Vortrag zu einem brandaktuellen Thema!

Autoren: Joel Pingel
                 Katharina Lakisa

Referentin des 16. RGC-Kanzleiforums: Johanna Leisling, Linde GmbH


Wasserstoff-Expertin Johanna Leisling von der Linde GmbH wird mit uns in ihrem Vortrag Lösungen für die Versorgung mit Grünem Wasserstoff für Industrie- und Mobilitätsanwendungen aufzeigen.

Um das Thema Wasserstoff in unserem Kanzleiforum am 2.12.2021 (Anmeldung hier) abzurunden, wird uns Johanna Leisling in ihrem Vortrag Lösungen mit Grünen Wasserstoff für Industrie und Mobilität vorstellen.

Ihre Expertise und Praxiserfahrung im Bereich Wasserstoff hat Julia Leisling im Rahmen ihrer langjährigen Tätigkeit für die Linde GmbH gewonnen. Nach dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens war sie hier von 2012 bis 2016 als Vertriebsingenieurin mit der Kunden- und Projektverantwortung im Bereich Wasserstofftankstellen, Brennstoffzellenprüfstände und mobilen Wasserstofftankstellen betraut. Von 2016 bis 2020 war sie als Market Development, Head of Segment Chemistry, Deutschland und Zentraleuropa, verantwortlich für ein weitgefächertes Feld von Anwendungstechnik – u.a. auch Wasserstoffthemen, Markteinführung von neuen Produkten bei Kunden in Zusammenarbeit mit den Vertriebsregionen sowie der Neugeschäftsplanung. Seit November 2020 ist sie als Senior Hydrogen Business Development Manager, Region Europe West, verantwortlich für die Strategieentwicklung und verschiedenen Märkten sowie die Entwicklung von „Wasserstoff-Ecosystems“ – von der Idee zum Projekt in Zusammenarbeit mit globalen Fachabteilungen und den unterschiedlichen Ländern.

Frau Leislings Vortrag mit dem Titel „Lösungen für die Versorgung mit Grünem Wasserstoff für Industrie- und Mobilitätsanwendungen“ beleuchtet diverse Varianten der Wasserstofferzeugung und des Wasserstoffeinsatzes – ein Muss für alle Industrieunternehmen, die Wasserstoff als möglichen Baustein ihres zukünftigen Versorgungskonzeptes betrachten!

Autoren: Prof. Dr. Kai Gent
                 Dr. Franziska Lietz

Referentin des 16. RGC-Kanzleiforums: Jadranka Pfautsch, NOW GmbH

Jadranka Pfautsch von der NOW GmbH wird mit uns in die Zukunft der Wasserstoffmobilität blicken.

Als weitere Referentin unseres 16. (Online-)Kanzleiforums am 2.12.2021 (Programm und Anmeldung hier) möchten wir Ihnen Jadranka Pfautsch vorstellen:

Jadranka Pfautsch ist seit 2020 als Programm-Managerin für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie für die bundeseigene NOW GmbH mit Sitz in Berlin tätig. Im Bereich Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) leitet sie die nationalen und internationalen RCS-Aktivitäten im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (Regulation, Codes and Standards).

Der Titel des Vortrags von Frau Pfautsch lautet „Driving the Energy Transition – Die Wasserstoffmobilität der Zukunft“. Nach einer kurzen Vorstellung der NOW GmbH und ihrer Tätigkeiten wird Frau Pfautsch aktuelle Fördermaßnahmen der Bundesrepublik für die Wasserstoffmobilität in Deutschland vorstellen und erläutern. Im Anschluss folgt ein Überblick über den aktuellen Stand der H2-Tank-Infrastruktur in Deutschland und ein Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Wir freuen uns auf diesen spannenden Vortrag zu einem wichtigen Zukunftsthema!

Autoren: Prof. Dr. Kai Gent
                 Dr. Franziska Lietz

Referenten des 16. RGC-Kanzleiforums: Jeannette Uhlig, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)


Jeannette Uhlig von der dena wird in ihrem Vortrag den Stand der Nationalen Wasserstoffstrategie sowie den Hochlauf des nationalen/internationalen Wasserstoffmarkts näher beleuchten.

Jeannette Uhlig ist die Wasserstoffexpertin der Deutschen Energie-Agentur (dena). Seit 2020 leitet sie das Team Wasserstoff- und Gasinfrastrukturen im Bereich Energiesysteme und Energiedienstleistungen der dena und verantwortet mehrere Projekte im Kontext der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung. In der Leitstelle Wasserstoff unterstützt Frau Uhlig die Arbeit der Bundesregierung und des nationalen Wasserstoffrates mit ihrer Expertise und Erfahrung.

Jeannette Uhlig setzt sich bereits seit 2008 als Mitarbeiterin der dena aktiv für die Energiewende und den Klimaschutz ein. Sie arbeitete in verschiedenen Projekten zur energieeffizienten Stromnutzung, Energiedienstleistungen und zur integrierten Energiewende. Seit September 2011 betreute und leitete sie die dena-Strategieplattform Power to Gas und hat mit diesem Projekt maßgeblich zum Agenda-Setting und zur Vernetzung der Akteure beigetragen. Im Jahr 2019 war Jeannette Uhlig als inhaltliche Koordinatorin im Dialogprozess Gas 2030 des BMWi, sowohl für die inhaltliche Ausarbeitung der Themen und Sitzungen, als auch für den Austausch mit den Stakeholdern verantwortlich. Jeannette Uhlig graduierte im internationalen Studiengang Environmental and Resource Management an der BTU Cottbus-Senftenberg als Master of Science mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Energietechnik.

Mit der von der Bundesregierung am 10.06.2020 verabschiedeten Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) gibt es erstmals einen Handlungsrahmen für die künftige Erzeugung, den Transport, die Nutzung und Weiterverwendung von Wasserstoff und damit für entsprechende Innovationen und Investitionen. Auch auf europäischer Ebene wurde am 08.07.2020 mit der EU Hydrogen Strategy ein Instrument geschaffen, das den Aufbau einer europäischen Wasserstoffwirtschaft weiter vorantreibt. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und im Speziellen das Team Wasserstoff- und Gasinfrastrukturen (WGI) unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Umsetzung der Maßnahmen der NWS.

Bei unserem Online-Kanzleiforum am 2.12.2021 (Anmeldung hier) wird Frau Uhlig zum Thema „Chancen und Herausforderungen von Wasserstoff bei der Umsetzung der Energiewende“ referieren. Hierbei wird sie den Stand der Nationalen Wasserstoffstrategie sowie den Hochlauf des nationalen/internationalen Wasserstoffmarkts näher beleuchten. Highlight ihres Vortrages werden sein:

  • Ausbaupfade für die Wasserstofferzeugung in Deutschland/ Europa,
  • der Einsatz von Wasserstoff in der Industrie, in der Mobilität und im Wärmebereich,
  • Etablierung eines Wasserstoffstartnetzes in Deutschland,
  • Ausblick auf die internationalen Kooperationen und die Importabhängigkeit
  • sowie weitere Aspekte, wie Akzeptanz von H2 in der Gesellschaft, H2-Zertifizierungssysteme und dem Aufbau von dezentralen Wasserstofftechnologien und -lösungen.

Wir freuen uns auf diesen spannenden Rundumblick zum Thema Wasserstoff!

Autoren: Prof. Dr. Kai Gent
                 Dr. Franziska Lietz

Referenten des 16. RGC-Kanzleiforums: Dr.-Ing. Kai Schröter, Linde Material Handling GmbH

Kai Schröter von der Linde Material Handling GmbH erläutert Chancen und Herausforderungen beim Einsatz der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie in Flurförderzeugen (wie z.B. Gabelstaplern).

Nach dem Studium des Maschinenbaus und der Promotion im Bereich Fahrzeugtechnik an der Technischen Universität Darmstadt ist Kai Schröter seit 2015 für die Linde Material Handling GmbH tätig. Sein aktuelles Haupttätigkeitsfeld ist die Aus- und Weiterbildung im internationalen Vertrieb, u.a. mit einem Schwerpunkt auf maßgeschneiderte Energielösungen im Bereich Flurförderzeuge.

Vor dem Hintergrund der Energiewende stehen Betreiber von Flurförderzeugen vor der Frage, welche Antriebsform für sie die richtige ist. Neben dem verbrennungsmotorischen Antrieb gewinnen die elektrischen Antriebsformen rasant an Bedeutung. – Ganz gleich, ob klassisch mit Blei-Säure-Batterien, modern mit Lithium-Ionen-Batterien, oder alternativ mit Wasserstoff-Brennstoffzelle.

In seinem Vortrag bei unserem 16. (Online-) Kanzleiforum Energie und Klima (Anmeldung hier) bringt Herr Schröter aus technischer Sicht Licht ins Dunkle, welche Randbedingungen beim Einsatz der Brennstoffzellentechnik in Flurförderzeugen zu beachten sind und wann diese Technologie aus heutiger Sicht in Betracht kommt – oder auch nicht.

Autoren: Prof. Dr. Kai Gent
                 Franziska Lietz